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Vortrag Mustagh Ata - Bergabenteuer am Limit



Beitrag von Hu Gandi.

 

 

2013-07-29
Mustagh Ata / Teil 4: Wo die wilden Hunde wohnen

Heute gibt’s wieder einmal eine Fortsetzung von der Schneebergexpedition. Was hatten wir nun schon alles: über den Yaküberfall haben wir weiter unten ja schon berichtet. Einen Tag darauf, musste Hubert seinen ersten Schneeorkan überstehen. Einsam und alleine hockte er in seinem Zelt im Basislager auf 4.500m, harrte aus und hoffte, dass das sturmsichere Zelt auch wirklich hielt was es versprach. Nach dieser stürmischen Nacht klarte es auf und ein strahlend schöner Tag kündigte sich an. Endlich wieder etwas wärme. Langsam trudelten auch ein paar Expeditionskollegen wieder im Basislager ein. Hubert genoss erst einmal den sonnigen Tag bei einer Gletscherwanderung.

Wieder einen Tag später: Notaufstieg auf über 6.000m in knapp unter 4 Stunden. Ein chinesischer Teilnehmer einer anderen Expedition war in starke Schwierigkeiten geraten und musste versorgt werden. Hubert konnte ihn dank seines schnellen Aufstiegs gut erstversorgen und der Patient schließlich zügig zum Abtransport fertiggemacht und ins Tal verbracht werden.

Und weil wilde Hunde scheinbar niemals alleine auftreten, gesellte sich gestern ein weiterer ins Basislager des Mustagh Ata dazu: Aron Ralston (127 Hours). Wer will der googelt mal.

2013-07-25
Mustagh Ata / Teil 3: Alleine unter Yaks

Seit einigen Tagen sitzt Hubert nun alleine im Basislager auf 4.500 m fest.
Und während die anderen Expeditionsteilnehmer um den Gipfelsturm kämpfen, kämpft er gegen den Lagerkoller.
Eine eigentümliche Begegnung hatte er dann heute Nacht; das Basislager wurde von einem Yakbullen überfallen.
"Ich habe ihn mit Steinen in die Flucht geschlagen", schreibt er heute früh und wird nach einem Interview mit chin media heute morgen nun vermutlich in die chinesische Geschichte eingehen als
"der Mann der auf den Schneeberg raste und einen Yakbullen in die Flucht schlug". :)

 

 

2013-07-21 
MUSTAGH ATA / Teil 2: Der König des Schneebergs

Der Gipfelsturm am Samstag war in 9,5 Stunden geschafft. Das war schneller als geplant. Das Wetter war optimal mit wenig Wind und wolkenlosem Himmel, aber sehr kalt - minus 25 Grad.

"Es war am Limit", schreibt Hubert per Sms. Die rasante Abfahrt ins Basiscamp dauerte 1,5 Stunden. 

Im Lager nennt man ihn den "König des Schneebergs". "Denn so rasch hat das noch niemand geschafft zum Gipfel."

 

 

 

2013-07-20
MUSTAGH ATA / Teil 1: Solo-Speedbegehung   

"I DID IT!"   

Um 12.32 Uhr kam das SMS von Hubert. Der "Vater der Eisberge" ist bezwungen.

Nach nur 3 Tagen Akklimatisation hat Hubert sein Ziel erreicht und ist in einer einzigen Etappe vom Basislager (4.500 m) bis zum Gipfel des Mustagh Ata auf 7.546 m gegangen um anschließend wieder bis zum Basecamp abzufahren, mit Tourenskiern. Bis zu 35° steile Schnee- und Eisflanken mussten seilfrei begangen werden.

Er sei "gesund aber müde"!

Vergangenen Freitag, 12.7. begann die Expedition. Von München ging es über Istanbul nach Bischkek / Kirgisistan. Nach einem kirgisischen Frühstück geht's weiter mit dem Bus 400 km und 8 Stunden Fahrt auf schlechten Schotterpisten nach Naryn, wo in Yurten übernachtet wurde.

Die nächsten Tage verbringen die Expeditionsteilnehmer noch mehrere hunderte Kilometer auf den Pisten, unterbrochen durch eine "Eingehtour". Nachdem die Grenze zu China passiert war geht die Reise von Kashgar über den Karakorum Highway bis zum Karakol Lake auf 3500 m Höhe.

Am Mittwoch, 17.7. dann endlich Eintreffen im Basecamp. Und dann ging alles ganz schnell.
Am 18.7. Höhenlager 1 auf 5.500m und wieder retour zum Basecamp, dann ein Ruhetag an dem er schreibt: "Morgen gehe ich in Höhenlager 2, und wenn es mir gut geht, auf den Gipfel" - was er dann auch tat.
Gratulation!

Ob er sein Ziel Basislager - Gipfel - Basislager in ca. 12 Stunden erreicht hat?
In Kürze wird er sich wieder melden.

 

 

2013-03-16
Individualtrainer empfiehlt
deepwork - DAS neue Training für Körper, Geist und Seele

Der erste deepWork Workshop in St. Georgen war ein toller Erfolg.

deepWORK ist DAS neue Training für Körper, Geist und Seele, durch das Konzentration, Gleichgewicht und Koordination gefördert wird.
In 7 Energiephasen wird mit Spannung und Entspannung, Yin und Yang in Einklang gebracht - gut für Stressabbau, gegen Trägheit und Frühjahrsmüdigkeit.

Der ganze Körper wird

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für einen kräftigen Körper und eine athletische Figur.

In Kürze startet der Frühjahrskurs: Immer Freitags, um 18.00 Uhr im Freizeitzentrum St. Georgen.

Weitere Termine, Fragen und Anmeldung bitte telefonisch oder per Mail direkt an meine Tochter Natascha Gantioler:

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Probiert es aus!

 

2013-03-15
MUSTAGH ATA: Solo-Speedbegehung

Diesem Berggiganten auch „Vater der Eisberge" genannt gilt mein nächstes Unternehmen!

Kun Lun Gebirge: Das Gebirge liegt an der Seidenstraße in China. Weiß und kalt ragt der Mustagh Ata, der Vater der Eisberge, aus der kargen Steppe und spiegelt sich in dem nahegelegenen Karakul See.

Nach heißem Wüstensand beim Marathon des Sables, als Sieger in der dünner Bergluft auf 100 Meilen im Himalaya und als neuer Streckenrekordhalter des Yucon Arctic Ultra folgt heuer im Juli 2013 ein weiterer Schritt in meiner Ultra-Langstrecken-Abenteuerkarriere: Die Solo-Speedgehung auf den Mustagh Ata.

Die Rahmenbedingungen: hoch, weit, kalt und einsam – genau etwas für mich, um meine psychische und physische Belastbarkeit unter Beweis zu stellen.
Der Berg hat eine Höhe von 7.546 m. Vom Basislager auf 4.500 m bis zum Gipfel sind 3.100 Höhenmeter mit 3 Hochlagern zu bewältigen. Die Dauer der Besteigung durch Expeditionen nimmt bei optimalen Verhältnissen vier Tage in Anspruch. Temperaturen in Gipfelnähe um minus 25 -30 Grad, Windgeschwindigkeiten können bis zu 80 km/h erreichen. Ausdauer und Willensstärke sind also wieder gefragt.

Mein Ziel: Basislager - Gipfel - Basislager in ca. 12 Stunden.

 

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                                                                2012

12-04-01
NEU! Bioimpedanzmessung!

Gut in Form - mit einer ausgewogenen Körperstruktur. Erfahren Sie mehr über Ihre Körperzusammensetzung durch die BIA-Messung.

Genaueste Ermittlung der Muskulatur, der Knochen, des Bindegewebes sowie des Körperfettes, nach medizinischen Standards.

 

WINTER 2011/12

Es war an der Zeit mich nach dem grandiosen Sieg beim YAU einmal auszuspannen. Die Erholungsphase dauerte bis in den Herbst :-), wobei ich jedoch nicht ganz untätig war. Ich begleitete viele Sportler, die ich betreue bei den Wettkämpfen als Tempomacher.

Im Winter packte mich dann wieder das Wettkampffieber. Ich kann es ja doch nicht ganz lassen.  Nachdem endlich etwas Schnee fiel, packte ich meine Langlaufschier wieder aus, suchte meinen "Wachslkoffer" hervor und machte mich nach einem sorgfältigen Wachslritual auf die Loipe. Fazit: Tagessieg. Ich war erleichtert - hatte ich es doch noch nicht verlernt.

Ein tolles Erlebniswochenende zum Winterabschluss verbrachte ich am Krippenstein in der Lodge mit einigen Kollegen von OrthoTherapia. Ich zeigte Ihnen meine Welt, abseits der Zivilisation. Nachdem das Wetter nicht mitspielte und der Schneegott noch einmal alles gab, was er im Winter so zu bieten hat, hatten wir Verhältnisse, fast wie in Kanada vor einem Jahr. - Tolle Schneeschuhwanderung - Begeisterung pur!

Euer Hubert

 

11-11-11
Gesellschaft für Stressprävention

Stress: ein allgegenwärtiges Thema, das sich durch alle Lebensbereiche zieht.

Das hat mich dazu bewogen, die Gesellschaft für Stressprävention mitzugründen und als Vorstandsmitglied für dieses Thema einzutreten!

 

Hubert und Fritz in Whitehorse

Braeburn Yucon

Yucon Arctuc Ultra 2011

Hubert am Yucon Trail

Gantiolers am Eis des Yucon

Nacht im eisigen Yucon Territory

Checkpoint Dog Grave Lake

Finish Braeburn: völlig vereist

Streckenrekord: 17h 27 min

11-02-10
Yucon Arctic Ultra 2011
Grenzerfahrung in der kalten Wildnis Kanadas

Am 3. Februar 2011 um vier Uhr früh begann unsere Reise in eines der letzten Abenteuer unserer zivilisierten Welt. Das Ziel: Der Yucon Arctic Ultra in der unwirtlichen Kälte Kanadas. Die Flüge für meinen Bruder, der als Betreuer mitkam, und mir gingen von Salzburg via Frankfurt, Vancouver nach Whitehorse.

In den vergangenen 10 Monaten bereitete ich mich auf den Tag X mit akribischer Genauigkeit vor, das Material wurde verfeinert und genau auf meine Bedürfnisse abgestimmt. Das Training wurde nach neuesten Erkenntnissen durchgeführt und mit einer Systematik durchgezogen, die schon in der Trainingsphase enormes Durchhaltevermögen und mentale Stärke forderte.

Dann war es so weit. Sonntag 6. Februar 2011: ungeduldig wie ein Husky beim Yucon Quest der am Vortag auf demselben Trail durchgeführt wurde, begann ich die Startvorbereitung. Mit meinem Bruder Fritz wurde die Rennstrategie den neuen Begebenheiten angepasst und abgestimmt.

Der Startschuss in Whitehorse zum Yucon Arctic Ultra fiel pünktlich um 10 Uhr 30, bei minus 22 Grad C und Sonnenschein.

Die Geschwindigkeit war so hoch, als ob nach der erste Biegung des Yucons das Ziel wäre. Mit ein paar kräftigen Doppelstockschüben entkamen wir dem Gerangel auf den ersten Metern, Fritz lief unmittelbar hinter mir und schirmte mich von den anderen Teilnehmern ab. In laufendem Wechsel der Führungsposition konnten wir mit enormer Geschwindigkeit Meter für Meter Abstand gewinnen. Vor uns lagen unberührte Natur, die Weite des verschneiten Busches und 100 kraftzehrende Meilen entlang des legendären Goldgräbertrails. Auf dem dicken Eis des Yucon glitten wir dahin.

Mein Rucksack wog 12 kg, 3 kg davon war Flüssigkeit. Regelmäßiges ausreichendes Trinken ist auch bei so niedrigen Temperaturen sehr wichtig.

Die ersten 30 Kilometer verliefen auf und entlang des Yucon, und führten anschließend 10 Kilometer den Takkini River hinauf. Fritz sorgte für ein gutes Tempo. Unser Vorhaben war es, dass mir mein Bruder auf der Marathondistanz das Tempo vorgab und er unter Umständen den Marathon gewinnt, ich mich dann anschließend auf die restlichen 120 km begab.

Fazit nach dem Marathon: Fritz ging als Zweiter, durchs Ziel – eine super Leistung!

Ich danke meinem Bruder für das Tempomachen und die aufbauende Unterstützung im mentalen Bereich, die ich für die kommende Nacht dringend benötigte.

Das „Finish“ des Marathons bei der Rivendell Farm war gleichzeitig auch mein erster Checkpoint. Ein halbstündiger Aufenthalt war geplant. Hier füllte ich meinen Camelbag mit weiteren 3 Litern eines kohlehydrathaltigen Spezialgetränks auf.

In Führung liegend ging es schließlich weiter den Fluss entlang, um nach einigen Kilometern auf den schwersten Abschnitt zu kommen, stetig ging es nun bergauf, mit einigen schwierigen Bergab-Passagen gespickt kam ich nun zu jenem Teil der Strecke, wo ich vor 2 Jahren um mein Leben gekämpft hatte. Kurze Momente dachte ich an dieses Szenario und ein kalter Schauer rann mir über den Rücken, - nicht von der Kälte.

Der zweite Checkpoint am Dog Grave Lake sollte um Mitternacht erreicht werden. Vier Stunden früher, um genau 8 Uhr abends, sah ich das Zelt. Zuerst glaubte ich an eine Sinnestäuschung die bei solchen Anstrengungen in einer Grenzsituation des Öfteren vorkommt – aber es war tatsächlich die Realität und nicht ein Wunschgedanke. Wie konnte das möglich sein? Jetzt machten sich die hervorragende Ausrüstung, das ausdauernde Training und meine mentale Stärke bemerkbar. Und die unglaublich schnellen ersten 40 Kilometer.

Schnell hinein ins Zelt. Es war kälter geworden, minus 30 Grad C. An diesem Checkpoint hatte ich eine Stunde Aufenthalt eingeplant. Nachdem ich gerade so gut drauf war, fiel es mir schwer, dies auch einzuhalten. Aber wie ich aus meinen langen Erfahrungen weiß, ist es überlebenswichtig, die Regenerationszeiten und die Essenszeiten einzuhalten. Also nahm ich erst einmal 1000 Kalorien in Form von Boef Stroganoff aus der Tüte zu mir. Die Doppelpackung Travellunch schmeckte ausgezeichnet. Dazu trank ich mein kalorienhaltiges Spezialgetränk.

Die ersten Ermüdungserscheinungen machten sich nun bemerkbar: Muskelschmerzen und beginnende Koordinationsschwierigkeiten. „Jetzt keinen Fehler machen“, geht mir durch den Kopf. Sollte ich einen Kurzschlaf machen? Diesen Gedanken verwarf ich sofort wieder. „Nein ich muss durchlaufen bis ins Ziel, ich will den Rekord!“ Mein Plan war so ausgelegt, um mit minimalster, aber bester Ausrüstung durch die Wildnis zu stürmen und neue Maßstäbe zu setzen.

Ein letztes Mal mein Trinkreservoire mit 3 Litern aufgefüllt, - es ist enorm wichtig auch bei großer Kälte viel zu trinken, um keine Erfrierungen zu bekommen - alles angezogen was ich im Rucksack hatte und los ging es auf die letzten 60 Kilometer.

Zu meiner Ablenkung fing ich auf den endlosen Kilometern durch die Dunkelheit an zu rechnen: bei meinem jetzigen Tempo konnte ich um 4 Uhr früh in Braeburn sein, dem Ziel.

Ich kannte das Gefühl bereits alleine, stockdunkel, saukalt und ganz für sich selbst verantwortlich zu sein. Hilfe von außen war keine zu erwarten. Von woher auch? In the middle of nowhere.

Schon kamen auch die Fantasien der Erschöpfung. Was man da alles erlebt: das rechte Sehfeld war plötzlich taghell, links war es dunkel, man sieht und hört Indianer am Wegesrand. Aber nicht nur ich, auch andere haben es erlebt, ich führe es auf eine natürliche Ausschüttung der Endorphine zurück – oder ist es doch ein sogenanntes Kraftfeld das man durchläuft?

Die Temperaturen fielen bereits wieder auf minus 40 Grad C, in den Zehen und Fingern machte sich eine Gefühllosigkeit breit, die Augen fielen mir zu. Nur noch 4 Stunden ins Ziel, in die Wärme.

Und wieder funktionierte es. In diesem Grenzbereich zwischen Wachheit und Trance konnte ich auf meinen Körper und auf meinen Willen vertrauen. Die Maschine begann zu arbeiten, monoton spulte ich Kilometer um Kilometer ab. Die Umgebung zog an mir vorbei: verschneite Wälder, weite Täler, zugefrorene Seen und das einmalige Polarlicht.

Mein Bruder der sich zu dieser Zeit in Braeburn befand, hatte kaum eine ruhige Minute. Fritz konnte die Nacht nicht schlafen, jede Stunde ging er vor die Hütte, kontrollierte das Thermometer, in Sorge bei mir. Er wusste ich hatte keine Überlebensausrüstung, nur die Rennbekleidung, gedacht für das schnelle Vorankommen ohne zu rasten. Was wäre bei einem Stock-, oder Schibruch, was wenn die Stirnlampe nicht mehr funktionierte oder ich einen Schwächeanfall bekam? Sobald die Morgendämmerung einsetzte, wollte er mir von Braeburn aus entgegenlaufen, da war es aber noch 5 Stunden hin. Was er nicht wusste: ich war meiner Planzeit weit, sehr weit voraus.

Plötzlich sah ich schon das Gefälle zum Lake Braeburn vor mir. Da wusste ich: noch 5 Kilometer. In der Dunkelheit rauschte ich über das Eis des Sees, die letzten 3 Kilometer bergauf und bergab durch das angrenzende Waldstück, ein Blick auf die Uhr, ich würde es vor 4 Uhr früh schaffen.

3 Uhr 57: Ich stand direkt vor der Raststation Braeburn am Klondike Highway. Raus aus den Schiern und hinein in die Wärme. Mit einer Fabelzeit von 17 Stunden und 27 Minuten - neuer Streckenrekord - war ich die 100 Meilen durch die Wildnis gelaufen, durch Kälte, Dunkelheit und die Einsamkeit des Yucon Territory.

Ich konnte es meinem Bruder Fritz ansehen er war sehr erleichtert mich zu sehen, lange lagen wir uns in den Armen – ich bin ihm unsagbar dankbar für seine gute Betreuung.

An dieser Stelle ein großes Dankeschön an meine Sponsoren. Ich muss mich bei meinen Wettkämpfen auf die Ausrüstung bedingungslos verlassen können, damit man sich in solchen Situationen mental einzig und alleine auf den Wettkampf konzentrieren kann. Und in all den Jahren unserer Partnerschaft habe ich mich zu meiner vollsten Zufriedenheit in Sicherheit wiegen können.  

 

11-02-07
Hubert gewinnt 100 Meilen Arctic Ultra

He did it!!! Hubert gewinnt die 100 Meilen beim Yukon Arctic Ultra 2011 dem kältesten und härtesten Ultramarathon der Welt. Total verfroren aber überglücklich hat er nach 17 h 30 min das Ziel erreicht. Ein wilder Teufel. "Awesome day, awesome race", meint Hubert.

Detaillierter Bericht und Fotos folgen.

11-01-23
Hinein in ein neues Abenteuer

Ich konnte es doch nicht lassen. Die Kälte des Yukons ist bald vergessen gewesen und so hab ich mich nach meinem unvollendeten Abenteuer vor zwei Jahren beim Arcitc Ultra 2009, entschieden, erneut dabei zu sein.

Für die, die es nicht kennen: Der Yukon Arctic Ultra ist ein Extrembewerb in der Wildnis von Kanada, auf den Spuren des Yukon Quests, dem am Vortag gestarteten legendären Hundeschlittenrennen auf 1000 Meilen quer durch das Yukon Territory. Auf dieser Strecke entlang des Yukon versuchen Abenteurer und Extremsportler aus aller Welt, 30, 100 oder 300 Meilen in eisiger Kälte zu bewältigen, die allen Teilnehmern Extremes an körperlichen und mentalen Strapazen abverlangt.

Nach dem Entschluss wieder beim Arctic Ultra zu starten, hab ich mich sieben Monate mit einer noch nie dagewesenen Systematic vorbereitet. Diesmal fungiert mein Bruder Fritz auf den ersten 40 Kilometer als mein Tempomacher. Meine gesamte Ausrüstung wurde analysiert und optimiert, sodass ich nun gerüstet bin, ein weiteres Mal in die Kälte zu ziehen. Hier möchte ich meinem Hauptsponsor „Lenzing Profilen“ meinen Dank für die vertrauensvolle und umfassende Unterstützung aussprechen.

Nächste Woche geht’s bereits los in den hohen Norden des amerikanischen Kontinents. Gestartet wird am 6. Februar um 10.00 Uhr Ortszeit. Wer einmal in solch extremen Bedingungen war weiß, Schnee und Eis, Kälte und Einsamkeit dürfen niemals unterschätzt werden. In diesem Sinne freue ich mich nun darauf, dass es endlich los geht.

Bericht zum Arctic Ultra 2009

10-06-20
Wieder eine Schlammschlacht in Goisern?

Auch heuer hat mich Haberpointner Hans – Radpoint Vöcklabruck – wieder überredet, doch bei der Salzkammergut Trophy am 17. Juli dabei zu sein. Dem Focus Mountainbike, dass er mir zu Trainingszwecken im Falle der Teilnahme für ein paar Monate zur Verfügung stellt, konnte ich schließlich nicht wieder stehen.

Nun hoffe ich, dass der Sommer endlich kommt und es nicht wie im Vorjahr wieder schneit!!!

Tempomachen in Bopfingen
Tempomachen in Bopfingen
Hubert und Michael

10-06-19
1. Halbzeit 2010 – Eine Chronologie

Nachdem ich selbst ja in der Extremsportler-Pension bin, freue ich mich umso mehr, wenn meine Sportler Erfolge feiern können:

Besonders freut mich, dass das kontinuierliche und abwechslungsreiche Training des Team Möma-Tri so gut angeschlagen hat. Schon beim ersten Saison-Highlight, dem Triathlon St. Pölten 70.3, sind alle drei  über sich selbst hinaus gewachsen. Sowohl Peter, Alex als auch Michael haben Ihre Leistungen vom Vorjahr herausragend überboten und konnten an diesem Tag ihr volle Wettkampffähigkeit abrufen. Die nächste Herausforderung für das Team wird der Ironman Switzerland /Zürich.  

Eine meiner beständigsten Läuferin, die Vorzeigeathletin Anita Quehenberger, läuft in der heurigen Saison bereits wieder von Sieg zu Sieg. Auch auf kurzen Distanzen, hält sie die Jugend in Schach.

Meine langjährige Wettkampferfahrung ist auch immer wieder gefragt, wenn jemand einen Tempomacher braucht. Meinem guten Freund und Laufkollegen Michael Weißkopf konnte ich bei seinem zweiten Start beim Halbmarathon Bopfingen /Deutschland  ein gleichmäßiges hohes Tempo vorlegen, und trotz starkem Wind konnte er seine Wunschzeit unterbieten. Danke Michael für das tolle Wochenende.

Und noch etwas von Winter, der sich heuer scheinbar nicht verabschieden will: Ganz kann ich es ja doch nicht lassen. Ein Ausgleich zu meinen langen Laufeinheiten war immer das Langlaufen. Um nicht ganz zu einer lahmen Ente zu werden, bin ich bei einigen Langlaufrennen gestartet. Die Leistungen waren auch nicht ganz so schlecht – drei Siege. ;))

09-08-29
Wieder in Form

Nach dem sich immer noch viele Fragen, ob ich nach den Erfrierungserlebnissen schon wieder laufen kann, hier die Antwort: „Ich bin schneller als je zuvor.“ ;-)

Hier ein Nachbericht der letzten paar Monate:

Da die Koordination der Zehen anfangs nicht gleich so optimal war, bin ich auf das Rad umgestiegen. Johann Haberpointner - Radpoint Vöcklabruck - hat sich gleich angeboten, eine tolle Rennmaschine zur Verfügung zu stellen. Zusammen mit Focus überließ er mir das neueste Mountainbike zum Trainieren.

Erste rennmäßige Ausfahrt dann in Bad Goisern bei der Salzkammergut Trophy, auf 100 km. Und wieder fing es mitten im Sommer zu schneien an!!! Über diese Schlammschlacht haben die meisten sicher schon etwas gehört. Das Rennen wurde nach der ersten Bergetappe bei Kilometer 40 abgebrochen. Leider, denn in der Verfolgergruppe fühlte ich mich noch immer wohl.

Meine erste Lauferfahrung hatte ich allerdings eine Woche zuvor beim 24-Stundenlauf in Wörschach. Erstmals ein Ultralauf in der Staffel. Gemeinsam mit dem Superteam des LC-Sicking haben wir mit harten Bandagen gekämpft und bei den Mega-Staffeln den 7. Platz erreicht.

Für diese Saison sind die Wettkämpfe vorerst beendet und meine ganze Aufmerksamkeit kommt nun allen meinen Sportlern zu gute, für die ich mich ebenso über die Erfolge freue, wie über meine eigenen.

09-04-25
Grenzerfahrung im eisigen Norden Kanadas

Ein Erlebnis der besonderen Art war für mich der Yukon Arctic Ultra, bei dem ich 700 Kilometer durch die einsame, kalte Schneelandschaft des Yukon an der Grenze Kanada - Alaska zu bewältigen hatte. Auf den Spuren des legendären Yukon Quest bei dem sich alle Jahre die besten Hundeschlittengespanne auf der Langdistanz messen, galt es nun aus eigener Kraft von Whitehorse nach Dawson City zu gelangen.

Als der Renntag anbrach standen bei minus 30 Grad Celsius 48 Teilnehmer am Start, an dem am Tag zuvor 28 Hundeschlittengespanne die Stadt zum Kochen brachte.

Um 10 Uhr 30 ging es los. Mein Ziel war es als Erster in Dawson City zu sein. Die Strecke schlängelte sich am Yukon und anschließend am Thakini River entlang. Ich machte trotz der extrem langen Distanz ordentlich Tempo, denn meine Strategie lautete mit hoher Geschwindigkeit von Checkpoint zu Checkpoint zu stürmen.

Nach 42 Kilometern war der erste Kontrollpunkt erreicht, die Strecke war pickelhart und gut zu laufen. Mit einem Vorsprung von 30 Minuten machte ich mich auf dem Weg zum nächsten Punkt den es zu erreichen galt – Dog Grave Lake. Die Landschaft war beeindruckend, trotz der Anstrengung hatte ich auch ein Auge auf die Umgebung und die grenzenlose Natur. Auf einer Lichtung sah ich einen Elch der den Trail überquerte und staunte mit welch einer Geschwindigkeit er durch den Schnee pflügte.

Langsam wurde es Abend, die Strecke wurde hügeliger und die Temperaturen gingen wieder der minus 30 Gradgrenze zu. Alle 45 Minuten trank ich Tee und stopfte mir Essen in den Mund. Um ca. 21 Uhr fing ein Wolfsrudel, das sich seit einiger Zeit in meine Nähe wagte, zum Heulen an. Ich hatte mich auf diesen Wettkampf mental sehr gut vorbereitet und wusste, es ist alles in Ordnung. Im Lichtschein der Stirnlampe fuhr ich einen steilen Abhang hinunter. Im hinunterfahren merkte ich schon wie sich meine Lungen mit extrem kalter Luft füllten. Mein erster Gedanke war, jetzt bist du in einen der gefürchteten Kälteseen hineingeraten.

Ich befand mich noch auf dem richtigen Trail, aber das Thermometer zeigte minus 48 Grad Celsius. Es war nach meinem Gefühl eine große ebene Fläche, vielleicht ein See auf dem ich mich befand. Mehr konnte ich nicht feststellen im Schein meiner Stirnlampe, die ich für 15 Sekunden auf volle Leistung gestellt hatte. Mit Doppelstockschüben flitzte ich über die glitzernden Eiskristalle. Nach 20 Minuten spürte ich ein leichtes Ziehen in den Beinen. Durch die sehr verkrampfte Haltung die ich eingenommen hatte, floss sehr wenig Blut durch meine Zehen. Mein Gespür war schon sehr beeinträchtigt, aber ich fing sie an zu bewegen. Durch das ständige Führen meiner Schier, da ja keine Spur war, richtete sich meine Aufmerksamkeit leider nicht lange genug auf die Zehen. Alsbald war vom Knöchel abwärts alles gefühllos. Ich blickte auf die Uhr, nach Plan müsste der nächste Checkpoint in 90 bis 120 Minuten erreicht sein.

Wollte ich meine Zehen behalten, galt es nun keine Fehler zu machen. Ich verschärfte das Tempo zum Maximum, denn nun zählte jede Minute die ich schneller war, nicht wegen des Rennens sondern wegen meiner Gesundheit.

Die Wölfe, sie sind immer noch in meiner Nähe. Die nächste Siedlung 200 Kilometer entfernt. Stockdunkle Nacht, Kälte die unbeschreiblich ist und man ist alleine. Niemand ist da der einem helfen kann. Für einen Moment kam Panik auf, aber ich hatte zu viel schon in meiner sportlichen Karriere erlebt und mich mit überlegtem Handeln ins Ziel gebracht, aber mir wurde jetzt bewusst dass ich in Lebensgefahr war.

Ab jetzt vollzog sich alles, aus Instinkt und Überlebenswillen automatisch. Tief in mir sagte eine Stimme: „Lauf, Lauf, Lauf“. Durch das hohe Tempo dehydrierte mein Körper, denn mein Trinkvorrat war nicht auf so hohe Leistung ausgelegt. Alsbald begann ich Schnee zu Essen. Dies war eine Prozedur. Mein Gesicht war eingefroren, ich musste mit den klammen Fingern den Mund aufzwängen, Schnee hinein und zudrücken. Nach einer Minute hatte ich einen kleinen Schluck Wasser. Nach kurzer Zeit fiel ich in eine leichte Trance, aus der ich immer wieder erwachte. Meine Gedanken waren immer dieselben: „Ja nicht stehen bleiben oder gar hinsetzen, du musst laufen, laufen, laufen“. Denn bei diesen Temperaturen ist es nur eine Frage von wenigen Minuten und der Körper fährt den Stoffwechsel herunter und man erfriert.

Als ich wieder einmal klar war schoss es mir durch den Kopf, „was ist wenn du an dem Checkpoint vorbeigelaufen bist und niemand hat dich in der Dunkelheit gesehen“. Das erste Mal dachte ich mir: „So das war dein Leben, von diesem Abenteuer kommst du nicht mehr nach Hause“. Wieder hörte ich in dieser Polarnacht die Wölfe heulen. Ich dachte nun viel über meine Familie nach und verabschiedete mich. Diese Zwiegespräche aktivierten Reserven in mir, ich wusste auch, dass mein Körper trainiert war alles zu bewältigen, ich fand mich damit ab, auch wenn ich diesen Checkpoint übersehen hatte, weitere acht Stunden bis Braeburn zu laufen.

Immer wieder sah ich in der Stirnlampe etwas vor mir leuchten, aber es waren Zweige die in ihrer weißen Pracht das Licht zurückwarfen. Von meinen Zehen spürte ich nun schon lange nichts mehr, auch der Körper war schon extrem ausgekühlt. Nur mein auf Leistung getrimmter Körper und der Überlebenswille hielten mich am Laufen. Endlich nach drei Stunden Lebensgefahr und einer Gesamtlaufzeit von 16 Stunden sah ich das rot schimmernde Zelt.

Genau hier möchte ich mich bei meinen Sponsoren bedanken, die mir mit Ihren hervorragenden Produkten das Leben retteten. Lenzing Profilen mit Unterwäsche und Socken, Meindl mit speziellen Langlaufschuhen die mir meine Zehen trotz der Kälte retteten, Martini Sportswear die sich auch in dieser Grenzsituation bewährte, Komperdell mit leichten aber unzerbrechlichen Schistöcken und Ortho Therapia die meinen Körper gesund hielt. Eure Ausrüstung hat sich in der kanadischen Wildnis bei minus 48 Grad Celsius und hohem Tempo aufs Beste bewährt.

Euphorie machte sich breit. Mein Magen schrie nach Flüssigkeit noch nie war lauwarmes Wasser so gut. Langsam öffnete ich die Schuhe, zog die Socken aus, sah auf meine weißen Zehen. Na gut weiß, eine Stunde aufwärmen, man sagte mir nebenbei ich läge mit 3 Stunden in Führung. Im Zelt aß ich etwas von meiner Verpflegung und wartete dass die Zehen rot wurden. Nach 45 Minuten änderten sich 4 Zehen nicht (blieben weiß) und 2 wurden schwarz – Erfrierungen 3 Grades, auch meine Körpertemperatur war viel zu niedrig.

Meiner Gesundheit (Zehen) zuliebe brach ich das Rennen als Führender ab. Am Vormittag brachte mich ein Skidoo nach Braeburn. Anschließend ging es wieder zurück nach Whitehorse. Die Ärzte sagten mir man müsse einen Monat abwarten, dann würde man sehen was man aus meinen Zehen noch machen kann.  

Vier Leute von meinem Team handelten dann sehr schnell und gewissenhaft (meine Frau Martina, Dr. Mahringer und Georg Lanzinger sowie Jean-Luc Cialdini) und so kann ich jetzt nach 6 Wochen auf fast ganz gesunde Zehen hinabschauen, auch das Gefühl und die Motorik werden sich in den nächsten Monaten wieder einstellen.

Es zeigt erneut: „Gib nie auf, mach das Beste aus der Situation“.

Mich freut es, dass ich auch mit dieser Grenzsituation fertig geworden bin und auch unter Lebensgefahr mich nicht von der Panik beherrschen ließ, sondern noch klare richtige Entscheidungen treffen konnte.

08-02-14
Ein Tag vor dem Start

Hubert ist gerade beim Checkin in Whitehorse eingetroffen. Und gerade haben iwr festgestellt, dass die Spots bereits funktionieren. Links auf den Fotos könnt Ihr Hubert als kleinen orangen Punkte mit der Nr. 1 erkenne.

Der Start findet morgen 15.2. um 10.30 (19.30 MEZ) statt. Dann wirds richtig ernst...

 

 

Training am Dachstein

08-02-09
Yukon Arctic Ultra: Der Countdown läuft

Wieder stehe ich in den Startlöchern zu einer neuen Herausforderung. Auf den Spuren des Yukon Quest, dem legenderen Hundeschlitten Rennen im Yukon Territory / Kanada, startet am 15. Februar 2009 der Yukon Arcitc Utlra.

430 Meilen (700 km) durch den kanadischen Busch ausgerüstet mit Langlaufschiern führt mich dieses Abenteuer. Der Wettkampf findet auf der Ultradistanz nur alle zwei Jahre statt und konnte bisher noch von niemandem bis ins Ziel zu Ende gelaufen werden. Die Strecke von 700 km entspricht ungefähr der Distanz von Bregenz bis Bratislava.

Und es wird kalt: die gemessenen Temperaturen in den vergangenen Jahren liegen bei -35 bis -50 Grad Celsius. Meine Ausrüstung muss also perfekt sein. Ein Schlafsack mit Extremzone bis zu -55 Grad ist schon gepackt - ein Überlebens-Paket! Auch bei diesem Wettkampf ist jeder Teilnehmer wieder großteils Selbstverpfleger. Die notwendigen Nahrungsmittel müssen also im Rucksack verstaut und auf den 700 Kilometern mittransportiert werden. Die auf ein Minimum reduzierte Ausrüstung wiegt insgesamt 12 - 13 kg.

Mein Ziel ist natürlich die 430 Meilen als erster Teilnehmer zu bezwingen. Um nicht allzu lange den tiefen Temperaturen ausgesetzt zu sein, möchte ich dabei auch nicht länger als acht Tage unterwegs sein und so schnell wie möglich von Checkpoint zu Checkpoint stürmen. Wenn es recht kalt ist vielleicht noch schneller ;-)

Meine Spezialausrüstung wurde von den Firmen Lenzing Profilen (Unterbekleidung und Socken), Meindl Schuhe (Langlaufschuhe für Extremeinsätze), Martini (Beste Schitouren Bekleidung) zur Verfügung gestellt.

Um meine Gesundheit und Leistungsfähigkeit von Ernährungsseite, sorgte sich wie schon seit Jahren die Firma OrthoTherapia mit den hochwertigen Nahrungsergänzungen.

Mehr Informationen zum YAU gibt es unter www.arcticultra.de.

Die neuesten Erlebnisberichte können natürlich hier wieder online nachgelesen werden.

 

Vor der Kulisse des Mount Everest. Klicken zum Vergrößern.
Danke dem Hauptsponsor!
Klicken zum Vergrößern

07-11-08 
Himalayan Stage Race - 5. und letzte Etappe

„Irgendwie geht es immer noch ein bisschen härter“, so dachte sich Hubert auf der heutigen letzten Etappe. Und heute war es knapp. Nachdem Hubert bereits die ersten 4 Etappen gewonnen hatte, wollte er die Reihe heute vervollständigen. Doch die 17 Meilen (27 km) asphaltierte Forststraße bergauf und vor allem auch bergab durch die Dörfer am Fuße des Himalaya, waren auch für den an zweiter Position liegenden Londoner Marathonläufer eine Herausforderung, der er sich mit Höchstleistungen stellte.

Nach 20 km konnte sich Hubert immer noch nicht absetzen. Er wollte den letzten Etappensieg schon aufgeben, im Bewusstsein, dass der Gesamtsieg sicher war. Doch, „das hat es noch nie gegeben“, stellte sich Hubert noch einmal seiner ganz persönlichen mentalen Herausforderung, „dann hab ich noch mal Gas gegeben“, und mit 2 Minuten Vorsprung lief Hubert auch die 5. Etappe als Gewinner ins Ziel.

2 Stunden 6 Minuten -  das ist Streckenrekord dieser 17 Meilen-Etappe. Glück, Erschöpfung, Freude - die Gefühle im Ziel - unbeschreiblich.

Hubert wir gratulieren dir aus ganzem Herzen – über den Wolken muss das Laufen wohl grenzenlos sein!

 

P.S. Hier noch ein Kommentar von einem lieben Menschen: „Der totale Hubert oder doch Wahnsinn! Aber es ist ja kein Wunder, das er so schnell ist, da ihn ja das ganze Team hier praktisch auf Händen trägt, ihn schiebt und zieht, motiviert und aktiviert, psychologisch powert, mental treibt und belebt, -  „über den Wolken muss das Laufen wohl grenzenlos sein…“. Danke Hubertus v. Goertzke

06-11-08 
Himalayan Stage Race - 4. Etappe

„Ein extrem schnelles Rennen“, Hubert ist fast noch außer Atem, als er sich heute früh, nach 13 Meilen (21 km) und ein „paar hundert“ Höhenmetern, am Satellitentelefon meldet. Heute ging es auch längere Strecken sehr steil bergab, „das Tempo war fast beängstigend“, aber Hubert ließ sich nicht abschütteln.

Seine größte Motivation: „ins Ziel geht es 8 km bergauf, da weiß ich, das ich wieder Druck machen kann“. Und Hubert hat auch diese Etappe gewonnen. Mit letztlich 1 Minute Vorsprung hat er nach 1h 27 min das Ziel in Palmajua erreicht. Sein Gesamtvorsprung liegt nach der heutigen Etappe bei 57 Minuten.

Aber noch gilt es eine letzte Etappe zu bewältigen. 17 Meilen (27,4 km) geht es morgen noch einmal zur Sache. Hubert muss seine letzten Reserven ziehen. Täglich wird es schwieriger sich neu zu motivieren. Er braucht also jede Kraft die er kriegen kann, um das Rennen morgen gut abzuschließen. Hubert, dein Fanclub hier zu Hause schickt dir alle nur erdenkliche Kraft und Energie für deinen morgigen Lauf. Viel viel Erfolg!

05-11-08 
Himalayan Stage Race - 3. Etappe

Hubert hat die heutige Etappe - Marathondistanz - beendet. 26,4 Meilen (42,5 km) und 1700 Höhenmeter wurden gelaufen. Seinen direkten Konkurrenten hat er heute wieder zusätzliche 30 Minuten distanziert
(macht insgesamt 56 Minuten).

Und diejenigen Teilnehmer, die nur diesen Marathon heute gelaufen sind, hat er ebenfalls um 14 Minuten abgehängt. Das ist doch eine tolle Leistung.

Mittlerweile wissen wir auch die Gesamtteilnehmerzahl. 70 Läufer waren am Start - ob in der Zwischenzeit bereits jemand ausgestiegen ist, ist allerdings derzeit noch unbekannt.

Huberts Zeit heute: 4 h 30 min. Beachtlich. „Ein extrem wilder Weg war das heute“, Hubert ist immer noch überwältigt. Vor allem bergab war der Pfad total rutschig und schlammig“. Wir freuen uns schon auf die Fotos.

Langsam beginnen die Strapazen zu zehren, „besonders das Fußgewölbe tut schon bei jedem Tritt weh, weil man so exakt laufen muss, um nicht auszurutschen“, sagt Hubert am Telefon. Er ist aber guter Dinge. Schließlich sind die drei längsten Etappen phänomenal beendet worden. Und die zwei folgenden sind ja „nur“ mehr
13 Meilen (21 km) und 17 Meilen (27 km) lang!

Das Wichtigste: Es geht ihm gut, alle Beine sind noch dran und auch der Humor ist ihm noch nicht verloren gegangen.

 „Jetzt befinden wir uns bereits auf etwas niedrigeren Höhen (2000 m) und da kommt auch Hunger und Durst endlich wieder“, freut sich Hubert. Da wünschen wir doch einen guten Appetit und nochmals viel Kraft und Motivation für die letzten beiden Etappen!

04-11-08 
Himalayan Stage Race - 2. Etappe

„Gestern war ein super Tag. Heute ein noch besserer“, mit diesen Worten rief uns Hubert heute Morgen an. Er hat sich nach der harten ersten Etappe sehr gut regeneriert und ging wieder voll motiviert an den Start zur 2. Etappe. 20 Meilen (32 km) waren heute am „Fuße“ des Himalaya Gebirges zu bewältigen, wieder in Höhen von 3.600 Metern. Wunderschöne Ausblicke auf Everest, Lhotse, Makalu und Kanchenjunga - vier der fünf höchsten Berggipfel der Welt - soll man auf dieser Strecke haben. Ob Hubert diese Aussichten genießen konnte?

Die erste Hälfte lief Hubert zügig aber kontrolliert. Es galt den Vorsprung zumindest zu halten. Ab Kilometer 14 tauchten plötzliche Krämpfe in den Beinen auf. Hubert hatte seinen Flüssigkeitsbedarf dringend auszugleichen. Er musste mehr trinken, gleichzeitig aber den Magen nicht zu stark belasten. Ein Balanceakt.

Wende bei Kilometer 16: Am Wendepunkt angelangt, hatte Hubert sich wieder soweit erholt, 2 Minuten gut gemacht und wollte nun weiter Druck machen. Er beschleunigte nochmals das Tempo, konnte dieses bis ins Ziel halten und ließ seine Gegner hinter sich. Ergebnis der 2. Etappe: weitere 12 Minuten Vorsprung auf die Mitbewerber. Nach diesem zweiten Tag führt Hubert nun insgesamt mit 26 Minuten. Eine super gute Leistung. Wir sind weiterhin gespannt und halten Hubert die Daumen! 

03-11-08
Himalayan Stage Race - 1. Etappe

Heute um 7.30 Uhr (indischer Zeit) wurde die erste Etappe des Himalayan Stage Race gestartet. Der Startschuss zu den ersten 24 Meilen (38,6 km) fiel in Maneybhanyjang auf 6600 ft (2000 m). Das Ziel in Sandakphu, das es zu erreichen galt, liegt auf einer Höhe von 11815 ft (3.600 m).

Dazwischen 1600 Höhenmeter und „einer der härtesten Bergläufe, die ich jemals gelaufen bin“, so Hubert heute Mittag am Satellitentelefon. Und das Ergebnis von Hubert lässt derzeit keine Wünsche offen. Mit einer Zeit von 4h 11min hat er seine Gegner hinter sich gelassen und erreichte bereits 14 Minuten vor allen anderen Teilnehmern das erste Etappenziel. Wir halten die Daumen Hubert!

25-10-08
Himalayan Stage Race - noch 8 Tage bis zum Start

Der Countdown läuft. Am Montag 3. November fällt der Startschuss zum HSR 2008. Wer's noch nicht so genau verfolgt hat: ein 5 Tages Etappenlauf im Himalaya Gebirge, ein Streckenprofil von 9000 Höhenmetern und 162 km Distanz, ein Lauf, der – die, die mich kennen werden es wissen – mein Herz höher schlagen lässt.

Doch vorher ist noch so einiges zu bewältigen. Das Training ist abgeschlossen. Jetzt heißt es die Reserven optimal zu generieren, den Geist auf die großen Anforderungen vorzubereiten und einzustimmen. Denn davon hängt es letztlich ab, wie das Rennen verläuft – Sieg oder …

Die optimale Laufbekleidung ist bereits gepackt, die Laufschuhe stehen bereit, ausgewählte Wettkampfernährung ist zusammengestellt, sämtliche notwendigen Dokumente sind kopiert und liegen bereit (was mich letztlich mehr gestresst hat, als das Vorbereitungstraining) und mein Betreuer Georg instruiert. Am Freitag, 31. Oktober geht’s los – ab in den Süden. Erste Station Delhi.

Von Dehli werden die Teilnehmer des HSR 2008 samt Crew per Inlandsflug nach Baghdoghra geflogen und von hier per Jeep nach Mirik in die Darjeeling Region verfrachtet. Mirik liegt auf 2400 Höhenmetern. Von hier aus startet die erste Etappe: 2100 Höhenmeter auf 36 km. Meine Strategie: von Anfang an voll attackieren. Wie es mir hier ergehen wird, ich hoffe gut. Bericht wird folgen…

Das Satelliten Telefon reist mit und wenn alles gut geht, könnt ihr die einzelnen Etappen hier online mitverfolgen.

Vorab möchte ich mich noch bei einigen Leuten bedanken:
Zu allererst bei Lenzing Profilen, ohne die ein Start beim HSR nicht möglich gewesen wäre. Besonders bei Jean-Luc Cialdini und meinem Betreuer Georg Lanzinger.

Weiters bei Meindl Schuhe, die mich mit Berglaufschuhen ausgestattet haben (ich hoffe die anderen Teilnehmer werden nur noch die Fersen davon sehen).

OrthoTherapia, Herrn Otto Seewald, für die großzügige Unterstützung mit Nahrungsergänzungsmitteln, damit mein Knochen- und Stützapparat auch nach dem Bewerb noch genug Substanz aufweist. Gesundheit geht immer vor.

Bei Intersport Eybl Bergheim, Heinz Auernig und Roman Huber, für Equipment.

Domo, Wärmekabinen, zur schnelleren Regeneration nach hartem Training.

Mindlink, für den zielgerichteten energetischen Ausgleich. 

Nicht zuletzt bei KNV, Josef Köttl, natürliche Energie für meinen Wärmehaushalt.

Radpoint Vöcklabruck, Johann Haberpointner, schon jetzt wieder gute Ideen für die nächste Saison.

 

Ankündigung Benefizlauf – www.benefizlauf.org

Am Sonntag, 28. September findet in Straß im Attergau der Benefizlauf „Run Against Poverty“ statt. Start ist um 15.00 Uhr. Zu laufen sind 5000 m.

Der Benefizlauf wird im Rahmen eines Maturaprojektes der HAK Vöcklabruck veranstaltet. Projektleiterin des Maturateams ist meine Tochter Natascha, weshalb mir der Lauf natürlich besonders am Herzen liegt.

Auch für Kinder wird es einen eigenen Start geben. 500 m müssen gelaufen werden. Da es sich um ein Schulprojekt handelt, sind natürlich auch die umliegenden Schulen recht herzlich dazu eingeladen.

Gelaufen wird zugunsten eines Schulprojekts auf der Insel Pemba / Tansania.

Wir freuen uns, wenn viele Läufer und Sportambitionierte beim 1. Straßer Lauf dabei sind.

Anmeldungen können folgendermaßen gemacht werden:

Online unter www.benefizlauf.org
Per Mail: info@benefizlauf.org
Telefonisch: 0650 / 81 97 076

Weitere Informationen zum Lauf sowie dem Benefizgedanken gibt es auf www.benefizlauf.org

Postalm-Marathon – letzter Vorbereitungswettkampf

Das Training für den Himalayan Stage Race läuft auf vollen Touren. Ohne sich allerdings hin und wieder einen Vergleichswettkampf zu liefern, wird jedes längere Training mit der Zeit etwas eintönig. Der Postalmmarathon kam da gerade recht. Nachdem der HSR ein 5-Tages-Etappenlauf ist, war die Zielvorgabe natürlich auch im Training, 5 Tage lang hohen Belastungen standzuhalten. Die Postalm war also Tag 5. Ergebnis: Zufriedenstellend aber ausbaufähig. 

Gemeinsam mit meinem Laufkollegen Josef Dißlbacher konnten wir den Rest des Feldes nach einer harten und sehr heißen Schlacht hinter uns lassen und den Lauf gewinnen. Netter Nebeneffekt: ein sehr geruchsintensiver halber Laib Almkäse. 

Monika Riesner, ebenfalls eine Sportlerin meiner Trainingsgruppe, ging stark motiviert an den Start und konnte mit einer hervorragenden Leistung hinter Tschechien, Deutschland und Russland als beste Österreicherin auf den vierten Platz laufen.

6 Stundenlauf in Wals 2008 - Diesmal als gemischte Staffel

Als Viererstaffel gemeinsam mit Josef Dißlbacher, Gerhard und David Zechleitner und mir waren wir bei dieser zweiten Auflage des 6 Stundenlaufs für ein Kinderlachen ganz vorne dabei. Trotz harter Konkurrenz und einigen Zweikämpfen mit anderen Staffeln konnten wir letztlich den Tagessieg erringen. 101,7 km – das ist derzeit österreichischer Rekord. Ich möchte hier ganz besonders David Zechleitner gratulieren, der mit seinen 17 Jahren wirkliche Höchstleistungen vollbracht hat. 

Himalayan Stage Race 2008 - das Training beginnt

Ein neues Abenteuer beginnt. Vom 3. bis zum 8. November 2008 findet in Indien/Nepal der Himalayan Stage Race statt. Ein 5-Tages-Etappenlauf über 100 Meilen im nepalesischen Himalaya-Gebiet. Die Laufstrecke führt über Höhen von 5000 m über dem Meeresspiegel. Eine Herausforderung.  

Trainingsgutscheine

Geburtstage, Jubiläen oder ähnliches. Ein passendes Geschenk für Sportler finden ist jetzt einfach. Trainingsgutscheine, für Leistungsdiagnose, Trainingsplan oder individuell zusammengestellt erhalten Sie jederzeit auf www.individualtrainer.at.